{"id":77,"date":"2024-08-08T19:12:55","date_gmt":"2024-08-08T19:12:55","guid":{"rendered":"https:\/\/kiss.iaw.ruhr-uni-bochum.de\/?p=77"},"modified":"2024-08-08T19:21:59","modified_gmt":"2024-08-08T19:21:59","slug":"mobil-im-alter-dank-ki","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kiss.iaw.ruhr-uni-bochum.de\/?p=77","title":{"rendered":"Mobil im Alter dank KI"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein aktuelles Forschungsprojekt will die Mobilit\u00e4t und gesellschaftliche Teilhabe \u00e4lterer Menschen steigern und nutzt daf\u00fcr k\u00fcnstliche Intelligenz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neue Orte bereisen, Freunde besuchen oder der regelm\u00e4\u00dfige Gang zum Supermarkt \u2013 mobil sein ist f\u00fcr viele Menschen eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Doch mit dem R\u00fcckgang der eigenen k\u00f6rperlichen Mobilit\u00e4t und der wachsenden Dynamik des Verkehrswesens steigen im Alter die H\u00fcrden zu reisen. Das Projekt \u201eKI-unterst\u00fctzte Steigerung der Mobilit\u00e4t und gesellschaftlichen Teilhabe von Senioren (KISS)\u201c entwickelt eine KI-basierte Applikation zur Mobilit\u00e4tssteigerung \u00e4lterer Menschen. Das Projekt ist am 1. Januar 2023 gestartet. Durchgef\u00fchrt wird das Vorhaben von Prof. Dr. Christian Meske, Inhaber des Lehrstuhls f\u00fcr Soziotechnisches Systemdesign und K\u00fcnstliche Intelligenz der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum, sowie Prof. Dr. Ayseg\u00fcl Dogang\u00fcn, Inhaberin der Professur f\u00fcr Menschzentrierte Technikentwicklung an der Hochschule Ruhr West.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Daten f\u00fcr selbstbestimmtes Reisen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer verst\u00e4ndlichen, KI-basierten Applikation, die individuelle Mobilit\u00e4tsbarrieren analysiert und Handlungsempfehlungen f\u00fcr Reisen ausspricht. \u201eAls Reisen\u201c, so Christian Meske, \u201ek\u00f6nnen auch kurze Distanzen, wie beispielsweise der Weg durch die Stadt zum Seniorentreff, verstanden werden. Im Alter gewinnen diese Wege an Komplexit\u00e4t und sind oft mit Unsicherheiten verbunden.\u201c Gibt es auf dem Weg eine M\u00f6glichkeit, sich f\u00fcr eine kurze Pause hinzusetzen? Wie ist die Strecke beschaffen? F\u00e4hrt ein Bus oder muss man zu Fu\u00df gehen? Damit das System diese Fragen beantworten kann, muss es verschiedene Daten erfassen und verarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hilfreich k\u00f6nnen, laut Christian Meske, unter anderem Geodaten sein \u2013 digital verf\u00fcgbare Daten, die geografische R\u00e4ume genauer beschreiben. Sie geben beispielsweise Auskunft \u00fcber die Beschaffenheit von Stra\u00dfen. \u201eF\u00fcr die St\u00e4dte Bochum und Duisburg liegen bereits eine Vielzahl solcher Datens\u00e4tze vor\u201c, erkl\u00e4rt der Forscher. \u201eSo auch Daten \u00fcber den Neigungswinkel von Stra\u00dfen oder die Standorte von B\u00e4nken innerhalb bestimmter Stadtgebiete.\u201c Diese Daten sollen mit Informationen \u00fcber die k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t und individuellen F\u00e4higkeiten, sogenannten Aktivit\u00e4tsindizes der Nutzenden von dem adaptiven System zu unterst\u00fctzenden Informationen kombiniert werden.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Im Austausch mit Senioren<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um gezielt auf die Bedarfe \u00e4lterer Menschen einzugehen und ihr Mobilit\u00e4tsverhalten zu st\u00e4rken, arbeiten die Forschenden w\u00e4hrend der gesamten Projektlaufzeit eng mit Senioren zusammen. Statt im Vorfeld eigene Annahmen zu Bedarfen aufzustellen, bedient sich das Projekt eines partizipativen Entwicklungsprozesses. Geplant sei, so Christian Meske, Senioren beispielsweise \u00fcber Begegnungsst\u00e4tten aufzusuchen, um in Einzel- und Gruppengespr\u00e4chen zu erfragen, welche Informationen eine k\u00fcnstliche Intelligenz den Nutzenden f\u00fcr eine sichere Reise bereitstellen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf Basis dieser Gespr\u00e4che soll dann ein erster Prototyp entstehen und im Feld getestet werden. Wie dieser Prototyp genau aussehen wird, steht noch nicht fest. \u201eDas kann eine native App f\u00fcr das Smartphone sein oder ein \u00fcber den Computer zug\u00e4ngliches Web-Tool \u2013 je nachdem, was die Senioren leichter bedienen k\u00f6nnen und womit sie sich unterst\u00fctzt f\u00fchlen\u201c, h\u00e4lt der Forscher fest. Indem \u00e4ltere Menschen das Projekt fortlaufend begleiten und die Entwicklung der Technologie wesentlich mitbestimmen, wird auch die Sorge vor der Komplexit\u00e4t der Technologie verringert. Neben einer handhabbaren Bedienung sollen am Ende auch die mobilit\u00e4tsorientierten Handlungsempfehlungen der k\u00fcnstlichen Intelligenz f\u00fcr die Nutzenden transparent und nachvollziehbar dargestellt werden.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/news.rub.de\/wissenschaft\/2023-02-28-forschungsprojekt-mobil-im-alter-dank-ki\">Link zum Orginalbeitrag<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein aktuelles Forschungsprojekt will die Mobilit\u00e4t und gesellschaftliche Teilhabe \u00e4lterer Menschen steigern und nutzt daf\u00fcr k\u00fcnstliche Intelligenz. 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